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Tradition trifft auf Innovation – Marktplatzunternehmen als Strategie für den Generationswechsel im Familienunternehmen

15.04.2022

Immer mehr mittelständische Familienunternehmen stehen vor dem Generationswechsel. Im Spannungsfeld zwischen Tradition und erforderlicher Erneuerung demonstriert SiGeKo in der Region, wie Marktplatzunternehmen dabei helfen, den Spagat zu bewältigen.

Deutschland ist das Land des Mittelstands. Mehr als 99 Prozent aller deutschen Unternehmen zählen nach Umsatz und Größe zum Segment der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU). Darüber hinaus ist die deutsche Wirtschaft geprägt von Tradition. Laut Bundesverband mittelständischer Wirtschaft (BVMW e. V.) sind rund 95 % aller KMU Familienunternehmen, die zu wiederum 88 % inhabergeführt organisiert sind.

Vor allen Dingen diese inhabergeführten Familienunternehmen stehen in den nächsten Jahren vor einer existenziellen Herausforderung: dem Generationswechsel. Nach Schätzungen des Instituts für Mittelstandsforschung stehen zwischen 2022 und 2026 rund 190.000 Unternehmen, das Gros aus dem Bereich unternehmensbezogener Dienstleistungen, zur Übergabe.

„Ein Generationswechsel ist dabei meist weit mehr als die simple Übergabe der Geschäftsleitung an einen neuen Verantwortlichen“, weiß Torsten Tesch, Inhaber und Geschäftsführer der management module GmbH und Gründer des Online-Marktplatzes für den Arbeitsschutz, SiGeKo in der Region. „Gerade in den so traditionsreichen, oft über Jahrzehnte gewachsenen Familienunternehmen treffen im Rahmen des Generationswechsels sprichwörtlich Welten aufeinander. Der Veränderungswille der Nachfolgegeneration und deren Einsicht in die Notwendigkeit der Anpassung an sich immer schneller verändernde Märkte treffen nicht selten auf den Wunsch, Altbewährtes zu erhalten. Hier gilt es, sinnvolle Mittelwege zu finden, um gleichermaßen von Tradition und Innovation zu profitieren und sich langfristig durch Wachstum zu behaupten.“

Laut einer Studie des Friedrichshafener Institut für Familienunternehmen (FIF) wollen rund zwei Drittel der familiären Nachfolger die Unternehmen der Vorgängergeneration übernehmen und weiterführen. Damit dies reibungslos gelingt, gilt es schon frühzeitig Weichen zu stellen und einen harmonischen Übergang zwischen „alter“ und „neuer Welt“ einzuleiten.

Mit SiGeKo in der Region demonstriert Torsten Tesch als langjährig erfahrener Bauingenieur und Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator (SiGeKo), wie Marktplatzunternehmen hierbei eine wertvolle Brücke schlagen können. 2021 vollzog Tesch die Umwandlung des in fast zwei Jahrzehnten aufgebauten familiären Dienstleistungsunternehmens zum bundesweit aktiven Marktplatzunternehmen für den Arbeitsschutz. Seither bietet SiGeKo in der Region selbständigen Dienstleistern und Kunden die Möglichkeit, sich über die fachbezogene Online-Plattform zu präsentieren, Aufträge zu platzieren und zu akquirieren und branchenintern zu interagieren. Dabei nutzen selbständige Premiumpartner alle Vorzüge einer zeitgemäßen, digitalen Außendarstellung und Kommunikation unter einer gemeinsamen populären und präsenten Dachmarke, ohne damit ihre Eigenständigkeit und damit auch ihre individuelle familiäre Tradition aufzugeben oder signifikant einzuschränken.

Damit bereitet Tesch nicht zuletzt schon heute den ganz persönlichen Generationswechsel vor, der im Mai 2022 mit dem Ausbau der partnerschaftlichen Führung des Unternehmens, gemeinsam mit seiner Tochter Nadja Tesch voranschreiten wird.

„Das Prinzip des Marktplatzunternehmens unterstützt Familienunternehmen vor allen Dingen bei der schrittweisen Überführung“, erklärt Torsten Tesch. „Inhaber kleiner und mittelständischer Familienunternehmen stehen oft vor der Herausforderung, einerseits das eigene Engagement sukzessive zurückfahren zu wollen, andererseits ihre Nachfolger nicht immer mit Stichtag zu 100 Prozent einbinden zu können. Gerade in einer starken Wettbewerbssituation verzeiht der „normale“ Markt diese Bedingungen jedoch oft nicht. Mit SiGeKo in der Region als Marktplatzunternehmen gelingt es, die eigenen Kapazitäten strategisch zu steuern, Aufträge wo nötig abzugeben und trotzdem Kunden langfristig zu halten und Voraussetzungen für Wachstum zu schaffen.“

 

Freiberuflich erfolgreich in kooperativen Marktplatzunternehmen

23.03.2022

Online-Marktplätze sind auf dem Vormarsch. Insbesondere freiberuflich Tätige profitieren von der Anziehungskraft einer übergeordneten Marke und ihren Synergieeffekten. SiGeKo in der Region demonstriert den Weg von der Marke zum Markenlabel.

Die freien Berufe genießen in Deutschland seit jeher hohes Ansehen, das auch in umfangreichen berufs- und steuerrechtlichen Sonderregelungen Ausdruck finden. Entsprechend hoch sind die qualitativen Zugangsvoraussetzungen. Der Europäische Gerichtshof definiert: „Die Freien Berufe haben im Allgemeinen auf der Grundlage besonderer beruflicher Qualifikation oder schöpferischer Begabung die persönliche, eigenverantwortliche und fachlich unabhängige Erbringung von Dienstleistungen höherer Art im Interesse der Auftraggeber und der Allgemeinheit zum Inhalt.“ All diese Besonderheiten begrenzen den Kreis der freien Berufe auf eine überschaubare Zahl an Tätigkeitsfelder.

Gleichzeitig sind Freiberufler meist Einzelkämpfer, die es schwer haben in der öffentlichen Wahrnehmung mit institutionalisierten Unternehmen zu konkurrieren. Dabei beinhaltet ihre selbständige Tätigkeit alle Aufgaben, vor denen auch andere Gewerbetypen stehen, von der Akquise neuer Aufträge, über das Kerngeschäft, bis hin zu organisatorischen, buchhalterischen und anderen Verwaltungsaufgaben. Dabei steht vielen von ihnen Unterstützung nur in Form externer Dienstleistung zur Verfügung, die Kosten erzeugt und damit den eigenen Gewinn schmälert.

Als besondere Herausforderung erweist sich für Freiberufler in vielen Fällen die Selbstdarstellung im Rahmen der Neukundengewinnung. Marketing und Werbung binden zusätzliche Ressourcen und sind in den meisten Fällen deutlich in ihrer Reichweite begrenzt, weshalb Freiberufler häufig bevorzugt lokal arbeiten. Eine werbewirksame Markenbildung ist für die meisten Freiberufler kaum vorstellbar.

„Selbständige in freien Berufen profitieren von schlanken Unternehmensstrukturen und hoher Flexibilität“, weiß Torsten Tesch, Geschäftsführer der management module GmbH und Gründer des Marktplatzunternehmens für den Arbeitsschutz SiGeKo in der Region. „Gleichzeitig stehen sie immer wieder vor Hürden, die allein nur schwer zu überwinden sind. Auch Freiberufler können sich entwickeln, wachsen und sich erfolgreich am Markt behaupten, insgesamt fällt ihnen das jedoch oft deutlich schwerer und sie geraten früher oder später an individuelle Wachstumsgrenzen.“

Seine Erkenntnisse bezieht Tesch aus der eigenen Erfahrung als freiberuflicher Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator, als der er seit 2003 tätig ist. In mehreren Schritten ist es ihm gelungen, ein erfolgreiches Kleinunternehmen aufzubauen, bis auch er schließlich die beschriebenen Grenzen erkannte.

Mit der Umwandlung des eigenen Unternehmens in das Marktplatzunternehmen SiGeKo in der Region entwickelte Tesch ein unternehmerisches Partizipationsmodell in Gestalt eines Online-Marktplatzes. Als selbständige Premiumpartner können freiberufliche Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinatoren, gewissermaßen unter einer Dachmarke agieren und das Markenlabel nutzen, um sich selbst zu behaupten und weiterzuentwickeln. Zu diesem Zweck schafft SiGeKo in der Region einen bundesweiten Online-Marktplatz für den Arbeitsschutz, über den Partner Aufträge akquirieren und sich werbewirksam präsentieren können. Darüber hinaus können auch potenzielle Auftraggeber SiGeKo in der Region als Plattform der Selbstdarstellung nutzen. Die durch Mitgliedsbeiträge und Werbeeinnahmen generierten Umsätze des Marktplatzunternehmens tragen wiederum zu Steigerung des Unternehmenswertes, zu seiner Bekanntheit und seiner branchenspezifischen Relevanz bei, die zudem durch die Möglichkeit des Wissenstransfers zwischen den Partnern verstärkt wird.

„Mit SiGeKo in der Region wird es uns gemeinsam gelingen, eine überregionale Marke zu erschaffen und den Partnern die Möglichkeit zu bieten, das Markenlabel zu nutzen, um den eigenen Unternehmenserfolg gezielt voranzutreiben“, betont Torsten Tesch. „Damit bieten wir auch dem einfachen Freiberufler Voraussetzungen, die er allein nur schwer erreichen wird.“

 

Marktplatzunternehmen im Mittelstand – gemeinsam wachsen, statt allein zu scheitern

18.02.2022

Wachsen oder scheitern – vor dieser Wahl stehen immer mehr Mittelständler. Das Konzept des Markplatzunternehmens bietet eine intelligente Alternative. Wie der mutige Schritt gelingt, demonstriert die management module GmbH mit SiGeKo in der Region.

Laut einer Studie der Wirtschaftsauskunftei Creditreform werden Unternehmen in Deutschland durchschnittlich 16 Jahre alt. In der vom Mittelstand geprägten deutschen Wirtschaft – mehr als 99 Prozent aller Unternehmen hierzulande zählen zur Klasse der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) – gelingt es nur einem winzigen Bruchteil aller Firmen, sich wirklich langfristig, das heißt über Jahrzehnte hinweg zu behaupten. 50 Jahre und älter sind derzeit gerade einmal rund 25 Prozent[FM1] , wohingegen rund 50 Prozent das zehnte Firmenjubiläum nicht erleben, sei es durch Geschäftsaufgabe, Insolvenz oder Fusion.

„Betrachtet man den Mittelstand als Motor der deutschen Wirtschaft“, erklärt Torsten Tesch, Geschäftsführer der management module GmbH, „dann muss man feststellen, dass seine Bauteile offensichtlich nicht auf hohe Laufleistungen ausgelegt sind.“

Die Gründe für das Scheitern eines Unternehmens sind vielfältig. Neben grundlegenden Fragen wie der Zukunftsfähigkeit eines Produktes oder einer Dienstleistung sowie der Nachhaltigkeit einer Unternehmensstrategie stellt der Wettbewerb gerade im Mittelstand eine der größten Herausforderungen dar, der sich viele Unternehmen als nicht langfristig gewachsen erweisen.

Eine verbreitete Strategie sich am Markt zu behaupten, setzt auf Wachstum. Wie beim Alter zeigt sich auch hier im Mittelstand jedoch eine scheinbar unüberwindbare Hürde. Eine Analyse, herausgegeben vom Institut für Mittelstandsforschung1 verortet diese Schwelle bei einem jährlichen Umsatz von 40.000 Euro, also bei der größten Gruppe des Mittelstands, den Kleinstunternehmen, mehrheitlich Einzelunternehmer/innen, kleine Gewerbetreibende oder Freiberufler. Erst Unternehmen mit einem Umsatz ab 1,5 Mio. Euro erweisen sich laut der Datenanalyse der Verfasser als stark genug, Wachstumsstrategien erfolgreich umzusetzen.

„Eine Herausforderung, der ein mittelständisches Unternehmen allein nicht gewachsen ist, kann ein Marktplatzunternehmen erfolgreich bewältigen“, weiß Torsten Tesch.

Im Jahr 2021 gründet Torsten Tesch, Diplom-Bauingenieur und seit 2003 freiberuflich als Sachverständiger und Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator tätig, das bundesweit aktive Marktplatzunternehmen für den Arbeitsschutz SiGeKo in der Region.

„Nach 18 Jahren, in denen ich mein Unternehmen schrittweise vergrößert hatte, war auch für mich der Punkt erreicht, an dem auf konventionelle Weise kein Fortkommen mehr zu erwarten war“, berichtet Tesch. „Mit der Umwandlung in das Marktplatzunternehmen SiGeKo in der Region habe ich beschlossen, ein neues Kapitel aufzuschlagen und gemeinsam mit alten und neuen Partnern weiter zu wachsen.“

Als Online-Marktplatz bietet SiGeKo in der Region eine Plattform für SiGeKos und deren Auftraggeber. Beiden wird die Möglichkeit gegeben, sowohl konkrete Ausschreibungen für vakante Projekte zu veröffentlichen bzw. sich auf diese zu bewerben als auch die Reichweite des Marktplatzes zu nutzen, um sich werbewirksam zu präsentieren. Darüber hinaus will sich die Plattform langfristig als interdisziplinäres Forum für einen zielführenden Wissensaustausch etablieren und zentrale Anlaufstelle für die alltäglichen Herausforderungen der Netzwerkpartner werden.

Quellen:

1 „Umsatzwachstum und Wachstumsschwellen deutscher Unternehmen“, Stefan Schneck, Arndt Werner, Hans-Jürgen Wolter, IfM-Materialien Nr. 240, Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hsg.), Bonn, Juli 2015


 

Kooperation statt Konkurrenz – „SiGeKo in der Region“ präsentiert bundesweiten Online-Marktplatz

18.01.2022

Mit der Gründung eines Unternehmensverbunds für Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinatoren (SiGeKo) schafft die management module GmbH ein Markplatzunternehmen mit Potenzial zum Branchenchampion und vereint damit die Fachkompetenz der Branche.

Mit dem anhaltenden Boom der Baubranche und den parallel kontinuierlich steigenden gesetzlichen Anforderungen an die Sorgfaltspflicht der Bauherren im Bereich von Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen, wächst der Bedarf an qualifizierten Dienstleistungen zur Koordination und Überwachung vorschriftsmäßiger Durchführung von Bauprojekten. Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinatoren (SiGeKo) kommen heute überall dort zum Einsatz, wo auf Baustellen unterschiedliche Gewerke zusammenarbeiten und somit eine übergeordnete Koordination von Sicherheits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen unverzichtbar ist. Die Verantwortung trägt – so geregelt seit 1998 in der Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen – der Bauherr. In der Planungs- und Ausführungsphase kann er die damit verbundenen Aufgaben an einen SiGeKo übertragen. Die Nachfrage nach qualifizierten Dienstleistern steigt entsprechend in den letzten Jahren zunehmend. Gleichzeitig stehen SiGeKos vor der Herausforderung, sich im wachsenden Wettbewerb um lukrative Aufträge unternehmerisch behaupten zu müssen. Als überwiegend regional aktive Klein- und Kleinstunternehmer sind viele von Ihnen dieser Aufgabe nicht immer und in allen Bereichen angemessen gewachsen.

Vor dem Hintergrund der eigenen Erfahrungen als langjährig erfolgreicher Spezialist für Managementaufgaben in der überregionalen Baubranche erkannte Diplom Bauingenieur und Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator Torsten Tesch, geschäftsführender Gesellschafter der management module GmbH aus Erlangen, den Bedarf für eine systematische Lösung. Sie zu entwickeln und zu realisieren erwies sich dabei als Aufgabe, die nicht von einem Akteur allein sinnvoll zu bewältigen sein konnte.

„Mir war schnell klar, dass ein erfolgreiches Branchennetzwerk von Anfang an von denen aufgebaut werden musste, die von seinem Potenzial profitieren wollen“, erklärt Torsten Tesch. „Aus dieser Überlegung entstand die Idee, die Gründung von „SiGeKo in der Region“ als Marktplatzunternehmen zu einer Business Challenge zu machen, an der sich die späteren Netzwerkpartner aktiv beteiligen.“

Als Thinktank entwickelten so bisher einander weitgehend unbekannte Marktteilnehmer, verbunden durch ihr gemeinsames Interesse an einer unternehmerischen Zukunft als SiGeKos, das Konzept von „SiGeKo in der Region“, das Ende 2021 als Deutschlands erster Online-Marktplatz für Arbeitsschutz an den Start ging.

Der neue Online-Marktplatz bietet zukünftig eine Plattform, über die Auftraggeber und SiGeKos als fachkundige Experten und zuverlässige Dienstleister überregional zueinanderfinden. Beiden bietet „SiGeKo in der Region“ die Möglichkeit, sich werbewirksam zu präsentieren, Ausschreibungen zu initiieren oder an ihnen teilzunehmen sowie ein Forum für den interdisziplinären Wissensaustausch.

„Unser oberstes Ziel ist es, Kooperation und Kollaboration zu ermöglichen und zu demonstrieren, dass gezielte Zusammenarbeit einen Mehrwert bietet, den die bisher in der Branche vorherrschende Konkurrenzsituation nicht darstellt“, betont Tesch. „Durch die gezielte Zusammenarbeit lassen sich all die kleinen, alltäglichen Herausforderungen, von der Frage nach geeigneten Marketingmaßnahmen über die Organisation einer Vertretung im Krankheitsfall, bis hin zu langfristigen Fragen wie der für immer mehr Unternehmen relevanten Unternehmensnachfolge deutlich einfacher bewältigen.“

 

29.02.2020

Interview mit Torsten Tesch  

Fragenstellung: Pressebüro Beck, Herr Stefan Beck, Würzburg: www.pressebeck.de

 

Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen sind genauso wichtig wie Sicherheit am eigenen PKW. Doch die Anforderungen am Bauplatz sind meist noch höher. Im Interview schildert Diplom-Bauingenieur Torsten Tesch, geschäftsführender Gesellschafter der management module GmbH, Erlangen, worauf es bei seiner Tätigkeit ankommt und welche Trends es in seiner Branche zu beobachten gibt. 

 

Herr Tesch, Sie gründeten 2003 Ihr Ingenieurbüro und befassen sich seitdem mit der Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination bei Bauprojekten bzw. auf Baustellen. Was machen Sie genau vor Ort?

Torsten Tesch: Während der Bauausführung hat der bestellte SiGe-Koordinator (SiGeKo) insbesondere folgende Aufgaben: Für den Bauherrn meldet er die Baustelle mit der Vorankündigung bei den Behörden schriftlich an. Er informiert alle Beteiligten über Maßnahmen für Sicherheit und Gesundheitsschutz und weist sie entsprechend ein. Er stellt sicher, dass alle Bauunternehmen hinsichtlich Sicherheit und Gesundheitsschutz zusammenwirken. Er überwacht, dass die einzelnen Arbeitgeber ihrerseits kontrollieren, dass die vorgegebenen Planungen ordnungsgemäß durchgeführt werden.

 

Interessen in Einklang bringen


Worauf kommt es in Ihrem Job besonders an? 

Tesch: Einen kompetenten SiGe-Koordinator zeichnet sicher aus, dass er zum einen über fundierte Sachkenntnisse am Bau in theoretischer Hinsicht verfügt, aber auch die notwendige Berufserfahrung und Persönlichkeit mitbringt. Er sollte durchsetzungsstark sein und mit dem notwendigen Feingefühl kritische Situationen meistern können. Am Bau wirken ja die unterschiedlichsten Personen zusammen: Bauunternehmer, Bauherr, Planer, Handwerker, Subunternehmer aus dem Ausland, Behördenvertreter und viele mehr mit zum Teil völlig unterschiedlichen Interessen. Diese müssen alle im Sinne des Sicherheits- und Gesundheitsschutzes koordiniert werden. 

Unerlässlich ist aber auch, dass der freiberufliche SiGeKo ein guter Koordinator in eigener Sache ist. Das heißt er muss nicht nur eine größere Anzahl unterschiedlicher Bauprojekte „unter einen Hut bringen“  sondern er muss auch ein wirtschaftlich tragfähiges Unternehmen führen, mit allem was dazugehört. Und das natürlich selbst und ständig…

 

Übernehmen Sie Bauprojekte erst ab einer bestimmten Größenordnung oder suchen Sie sich die Projekte nach Anforderungen bzw. geografische Nähe heraus?

Torsten Tesch: Die Bandbreite unsere Projekte reicht vom Neubau eines Einfamilienhauses über kleine Gewerbeimmobilien bis hin zu komplexen Sanierungsmaßnahmen oder dem Bau von Großprojekten mit einer Bauzeit von mehreren Jahren. Dabei arbeiten wir sowohl mit Stammkunden, zum Teil schon über viele Jahre hinweg zusammen, nehmen aber auch gerne Neukunden mit auf, die sich dann oft ebenso zu treuen Kunden entwickeln. 

Gemeinsam mit meinen drei freiberuflichen Mitarbeitern betreuen wir ganz Süddeutschland von Altötting bis Völklingen und von Fulda bis zum Bodensee. In der Regel sind unsere Auftraggeber Generalunternehmer oder Bauträger, aber auch Architekten und private Bauherrn.

 

Koordination und Kontrolle als übergreifende Aufgabe

 

Sie sind immer wieder mal Dienstleister bei Bauprojekten Ihres ehemaligen Arbeitgebers, der GOLDBECK GmbH.  So auch auf dem ehemaligen Gelände des insolventen Bauunternehmens Keller Bau in Vöhringen. Hier wird ein Betonfertigteilwerk in einem auf 5-7 Jahre angelegten Projekt ausgebaut und modernisiert. Was ist Ihre Aufgabe vor Ort?

Tesch: Wir übernehmen hier die umfassenden Leistungen des SiGeKo nach Baustellenverordnung die da wären in der Planungsphase:

Analyse der Vorplanung, Entwurfsplanung und Werkplanung auf Sicherheitsrisiken und Gesundheitsschutzaspekte und Aufzeigen von Lösungsmöglichkeiten. Daneben arbeiten wir einen SiGe-Plan auf der Grundlage der vorgenommenen Analyse aus. Zudem stellen wir Wechselwirkungen zu betrieblichen Tätigkeiten fest. Wir beraten bei der Planung bleibender sicherheitstechnischer Wartungseinrichtungen, legen Meldepflichten an den SiGeKo fest. Wir erstellen die Unterlage, nach Baustellenverordnung, für eine sichere Durchführung von Instandhaltungsarbeiten sowie die Vorankündigung der Baustelle bei den Behörden.

Und das ist sicher noch nicht alles….

Tesch: Ja. Wir kümmern uns um eine fortlaufende Kontrolle der Einhaltung vom Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGe-Plan) durch alle Beteiligten, achten auf die Absicherung der Baustelle gegenüber anderen betrieblichen Tätigkeiten sowie auch gegenüber Dritten. Wir veranlassen geeignete Maßnahmen, um Risiken zu vermeiden und bei Gefahrenzuständen einzuschreiten. Wir organisieren und koordinieren die Zusammenarbeit der Unternehmer im Rahmen von Baustellenbesprechungen und überwachen die ordnungsgemäße Anwendung der Arbeitsverfahren durch die Bauausführenden und deren Koordination. Was ebenso wichtig ist: Wir passen den SiGe-Plan bei erheblichen Änderungen in der Ausführung des Bauvorhabens an.


GOLDBECK ist eines der größten familiengeführten Bauunternehmen in Deutschland. Ist die Zusammenarbeit grundsätzlich leichter mit einem großen Unternehmen?

Sicher ist es angenehmer mit Profis am Bau zusammenzuarbeiten, die sich in der Materie gut auskennen. Viele Abläufe sind standardisiert und man kommt schnell zum Wesentlichen. Davon profitiert auch die Qualität unserer Arbeit. Die Beauftragung bei einem GOLDBECK-Projekt ist für mich persönlich immer besonders reizvoll, da ich, als ehemaliger Mitarbeiter in der Bauleitung dieser Firma, oft auf „alte“ Kollegen treffe, mit denen mich noch viel verbindet.

Wir arbeiten selbstverständlich auch gerne mit kleineren Marktteilnehmern oder dem privaten „Häuslebauer“ zusammen. Hier ist manchmal noch „Basisarbeit“ zu leisten und gemeinhin bekannte Dingen müssen nochmals näher im Einzelgespräch beleuchtet werden. 

So bleibt unsere Arbeit doch recht abwechslungsreich und die Routine gewinnt nicht die Oberhand, was gerade im Arbeitsschutz schnell gefährlich werden kann. Man darf nie vergessen: Wir sind für Menschen und deren Sicherheit und Gesundheitsschutz auf der Baustelle mit verantwortlich!

 

Tendenz: Zeit- & Kostendruck



Sie betreuen Projekte in ganz Süddeutschland. Stellen Sie derzeit einen deutlichen Trend bei Bauvorhaben fest?

Tesch: Ein schon seit vielen Jahren andauernder Trend ist die Beauftragung von Subunternehmern aus dem südosteuropäischen Ausland. Gründe hierfür gibt es sicherlich viele, wie Kostendruck oder auch fehlende einheimische Fachkräfte. In unrühmlichen Ausnahmen vergeben ortsansässige Handwerksfirmen bedenkenlos Unteraufträge an Firmen weiter, welche auf der Baustelle Mitarbeiter beschäftigten, die mit den hiesigen Arbeitsschutzregeln nur rudimentär vertraut sind. Ist dann auch der Aufsichtsführende nur schlecht oder gar nicht der deutschen Sprache mächtig, wird unsere Arbeit schnell zur Quadratur des Kreises. 

Ein weiterer Punkt: Die immer kürzeren Projektlaufzeiten können zu Problemen führen, nämlich dann, wenn Handwerker gemäß Bauzeitenplan rechtzeitig vor Ort erscheinen aber die Vorleistungen zur sicheren Durchführung der Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind. Hier ist dann besonderes Organisationsgeschick gefragt.

 

Wie steht es um das Bewusstsein der Bauherren um mehr Sicherheit auf Baustellen?

Tesch: Die Sensibilität für den Sicherheits- und Gesundheitsschutz ist in den letzten Jahren merklich gestiegen. Heute macht man sich zum Beispiel bereits in der Planungsphase nicht nur über die sichere Bauausführung Gedanken, sondern auch wie spätere Wartungsarbeiten an der Immobilie sicher durchgeführt werden können und welche Sicherheitseinrichtungen hierfür notwendig sind.

Auch der Einsatz von technischen Hilfsmitteln und umweltverträglicheren Ersatzstoffen unterstützen die Umsetzung des Arbeitsschutzes auf Baustellen ungemein. Weiter rückläufige Unfallzahlen sprechen für den Erfolg dieser Anstrengungen und ermutigen genau diesen Weg weiterzugehen.

 

management module GmbH - Firmenvideo YouTube

 

SiGeKo in Saarlouis / Industriegebiet Lisdorfer Berg:

Im Saarlouiser Industriegebiet Lisdorfer Berg wird die neue Produktionshalle und das Verwaltungsgebäude der Firma Lakal errichtet. Der Rollladenhersteller verlegt seinen Standort von Saarbrücken nach Saarlouis.

Bislang waren die Räumlichkeiten des Rollladenherstellers Lakal über mehrere Hallen in Saarbrücken verstreut gewesen. In der Landeshauptstadt hatte das Unternehmen keinen geeigneten Standort gefunden. Zum Jahreswechsel 2016/2017 soll die Produktion in den neuen Räumlichkeiten im Industriegebiet Lisdorfer Berg in Saarlouis anlaufen.

http://www.sr.de/sr/home/nachrichten/politik_wirtschaft/lakal_spatenstich_saarlouis100.html

 

SiGeKo in Fürth

Der DambachPark fasziniert schon beim ersten Blick durch sein unvergleichliches Erscheinungsbild. Die moderne Architektur mit klaren Linien verleiht dem Ensemble seinen individuellen Charakter. Die Wohnanlage befindet sich in einem ausgewiesenen Sanierungsgebiet der Stadt Fürth.

https://www.youtube.com/watch?v=MgYIi81T1F8

 

SiGeKo in München:

https://www.youtube.com/watch?v=nQ_01Ict4iM

Betrachtung des nagelneuen DHL-Postverteilzentrums per Drohnenflug - Sehenswert!

  

SiGeKo in Kitzingen:

Großübung der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Kitzingen auf  management module-Baustelle Neubau Klinik Kitzinger Land. 

Quelle: Freiwillige Feuerwehr Stadt Kitzingen

 

SiGeKo in München:

Kind und Karriere - das geht! Laura Lammel zeigt wie es geht

Frauen stehen heutzutage vor einer allgemein bekannten Herausforderung: Job und Familie unter einen Hut bringen. Tatsache ist: Noch nie waren so viele Frauen so gut ausgebildet wie heute. Dennoch stockt oft die Karriere. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird deshalb immer wichtiger.

Quelle: Sat.1 Bayern am 02. Februar 2015 - Filmdrehaufnahmen auf  management module-Baustelle Neubau Logistikzentrum DHL CLZ, Reitknechtstraße 10, München

 

SiGeKo in Mannheim / Heidelberg:

IM FREIEN FALL DURCH DIE RUTSCHE!

Zuwachs im Rutschenparadies: Gleich drei neue Rutschen erhält das Miramar in Weinheim. Die spektakulärste unter ihnen ist Deutschlands erste Looping-Rutsche!

 

SiGeKo in Frankfurt: 

Höhenrettung auf management module-Baustelle Parkhaus, Flughafen Frankfurt

Quelle: Sat1-live 17.30 Uhr am 14. Juli 2011

 

Motive und Hemmnisse für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

Quelle: iga - Initiative Gesundheit & Arbeit